Goldlauter, Pochwerksgrund, Bergwerk "Hirschzunge"
Titel:
Goldlauter, Pochwerksgrund, Bergwerk "Hirschzunge"
Fundort:
Goldlauter (Ortschaft)
Gemeinde:
Goldlauter-Heidersbach (Ortsteil)
Landkreis:
Suhl
Koordinaten:
10.765519, 50.648135 (ö.L/n.B, WGS84, Dezimalgrad)
Datierung(en):
Klassifikation:
Literatur:
Ostritz, Sven
:
Stadt Suhl,
Archäologischer Wanderführer Thüringen Heft 3,
2004,
Stadt Suhl. (Seite: 92-94)
GVK
Enthaltene Objekte (1):
Titel:
Bergwerk
Bereitstellende Institution:
Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens
Datierung(en):
Mittelalter und Neuzeit
Notiz:
Die "Hirschzunge" gehört zusammen mit dem gegenüber liegenden Bergwerk des (oberen) "St. Jacob" zu den ältesten nachweisbaren Grubenanlagen. Vermutlich schon vor der Gründung der Bergknappen-Siedlung Goldlauter (Privilegierung 1546 durch die Henneberger Grafen) wurde hier nach Silber- und Kupfererz geschürft, der älteste Aktennachweis stammt von 1519. Wann der Flurname des Berges Hirschzunge (heute: Fichtenkopf) auf das Bergwerk übertragen wurde, ist nicht mehr nachweisbar. Mit 264 m Länge ist der Hauptstollen der "Hirschzunge" der längste im Revier.
Beschreibung
Das Bergwerk "Hirschzunge" ist die nördlichste Grube des Reviers, die auf dem Bergbauwanderweg im Pochwerksgrund präsentiert wird. Zwei Mundlochrekonstruktionen wurden am Hauptstollen und am oberhalb gelegenen Wetterstollen errichtet. Auf Lehrtafeln erhalten die Besucher Informationen zur Bergbau- und Geologiegeschichte. Für die paläontologische Forschung waren die Bergwerke am Oberlauf der Goldenen Lauter von besonderer Bedeutung, wurden hier doch die ersten Funde von Fossilien, insbesondere von Fischen, gemacht. Die immer präzisere Auswertung der erdgeschichtlichen Befunde führte schließlich dazu, die hiesige Gesteinsabfolge wegen ihrer einzigartigen Ausbildung mit dem Namen "Goldlauter-Formation" zu bezeichnen. Die erzführenden Tonschiefer erhielten auf Grund der zahlreich zu findenden Relikte eines Süßwasserhais den Namen Acanthodes-Schichten. Die fossilen Kotballen der Haie ("Koprolithen") und andere Fischreste bildeten den Kristallisationskern bei der Ausfällung der Erznieren.
Die "Hirschzunge" gehört zusammen mit dem gegenüber liegenden Bergwerk des (oberen) "St. Jacob" zu den ältesten nachweisbaren Grubenanlagen. Der früheste Aktennachweis stammt von 1519. Die letzte Betriebsperiode begann um 1860 durch ein Berliner Unternehmen, war jedoch wenig erfolgreich. Auf der Suche nach einheimischen Metallvorräten wurde in DDR-Zeiten dann nochmals eine aufwändige Rohstoffprospektion betrieben.
Die "Hirschzunge" gehört zusammen mit dem gegenüber liegenden Bergwerk des (oberen) "St. Jacob" zu den ältesten nachweisbaren Grubenanlagen. Der früheste Aktennachweis stammt von 1519. Die letzte Betriebsperiode begann um 1860 durch ein Berliner Unternehmen, war jedoch wenig erfolgreich. Auf der Suche nach einheimischen Metallvorräten wurde in DDR-Zeiten dann nochmals eine aufwändige Rohstoffprospektion betrieben.
Karte
Administrative Angaben
In Portal übernommen am:
2025-02-20T08:13:50+01:00
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