Borsch, Borscher Aue Grabhügel
Titel:
Borsch, Borscher Aue Grabhügel
Fundort:
Borsch (Ortsteil)
Gemeinde:
Geisa (Stadt)
Landkreis:
Wartburgkreis (Landkreis)
Koordinaten:
9.96496149075905, 50.744205182282 (ö.L/n.B, WGS84, Dezimalgrad)
Datierung(en):
Klassifikation:
Literatur:
Grasselt, Thomas
:
Vorrömische Eisenzeit,
Südliches Thüringen,
1994,
Grasselt, Thomas: Vorrömische Eisenzeit.
GVK
Ostritz, Sven
, :
Speitel, Eva
:
Wartburgkreis, Süd,
Archäologischer Wanderführer Thüringen Heft 12,
2010,
Wartburgkreis, Süd. (Seite: 98-100)
GVK
Götze, Alfred
, :
Höfer, Paul
, :
Zschiesche, Paul
:
vor- und frühgeschichtlichen Altertümer Thüringens,
mit 24 Lichtdrucktafeln und einer archäologischen Karte,
Die vor- und frühgeschichtlichen Altertümer Thüringens,
1909,
Die @vor- und frühgeschichtlichen Altertümer Thüringens. mit 24 Lichtdrucktafeln und einer archäologischen Karte, Würzburg 1909. (Seite: 213)
GVK
Storch, Hildegard
:
Rekonstruktion der keltischen Bronzekanne von Borsch, Kr. Bad Salzungen, in der Sammlung des Bereichs Ur- und Frühgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena,
Stadt und Kultur,
1986,
Storch, Hildegard: Die @Rekonstruktion der keltischen Bronzekanne von Borsch, Kr. Bad Salzungen, in der Sammlung des Bereichs Ur- und Frühgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
GVK
Enthaltene Objekte (1):
Titel:
Grabhügel
Bereitstellende Institution:
Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens
Datierung(en):
Vorrömische Eisenzeit
Notiz:
Der Durchmesser von Hügel I lag bei 7 m. Die Höhe betrug ehemals nicht mehr als 1,20 m. Er wurde von "Schatzsuchern" bereits 1869 mit einem Kesselschacht vom höchsten Punkt des Hügels aus geöffnet und dabei zum größten Teil zerstört. Diese Kesselung ist noch heute gut erkennbar und wurde auch bei Hügel II vorgenommen. Es ging den Grabräubern dabei um die Beigaben. Neben einem Keramikgefäß, Nadelholzpech, Teilen eines eisernen Hiebmessers und einem Bronzeblech mit der Abbildung eines Paarhufers waren es vor allem die Reste einer bronzenen Schnabelkanne, die Grab I aus der Borscher Aue einen festen Platz in der europäischen Forschung zu den frühen Kelten sicherten. Die Raubgräber beschädigten die ursprünglich vollständig als Beigabe in das Grab gelangte Kanne. Es sind nur Teile der Ausgusstülle und der tiergestaltige Henkel erhalten. Es ist das bisher einzige frühkeltische plastisch geformtes Metallerzeugnis Thüringens. Die Gesamthöhe beträgt 38 cm, der größte Durchmesser im Schulterbereich 23 cm und das Fassungsvermögen liegt bei ca. 5 Litern. Gefäße dieser Art sind Produkte frühkeltischen Handwerks nach etruskischen Vorbildern und kommen in ähnlicher Qualität vor allem in Süddeutschland und Frankreich in sogenannten Fürstengräbern vor. Mit dieser Kanne, deren Fertigung einem einheimischen Handwerker zugeschrieben wird, ist es möglich, den Beginn der Latènezeit in Thüringen etwa um 450 v. Chr. festzusetzen. Diese war in weiten Teilen Mitteleuropas die Blütephase der keltischen Kultur.
Beschreibung
In einem Waldstück etwa 1,5 km nördlich des Ortes Borsch liegen zwei Grabhügel ohne erkennbaren Bezug zueinander in Hanglage zum Fluss Ulster, ca. 500 m voneinander entfernt. Hügel I kann aus den Resten im Gelände nur unsicher rekonstruiert werden. Wie auch der zweite Hügel in der Borscher Aue war er eher unscheinbar. Beide Grabhügel wurden 1963 im Gelände aufgenommen. Die meisten Grabhügel in der Umgebung sind größer und herausgehobener positioniert als diese. Diese Beobachtung verdient Aufmerksamkeit, den insbesondere die bronzene Schnabelkanne aus Hügel I stellt einen der international bedeutenden archäologischen Funde Thüringens zur europäischen Frühgeschichte dar.
Karte
Administrative Angaben
In Portal übernommen am:
2025-02-20T08:19:53+01:00
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