Kupfersuhl, Altbergbau: Lieteberg-Revier
Titel:
Kupfersuhl, Altbergbau: Lieteberg-Revier
Fundort:
Kupfersuhl (Ortsteil)
Gemeinde:
Moorgrund
Landkreis:
Wartburgkreis (Landkreis)
Koordinaten:
10.268311, 50.896438 (ö.L/n.B, WGS84, Dezimalgrad)
Datierung(en):
Klassifikation:
Literatur:
Ostritz, Sven
, :
Speitel, Eva
:
Wartburgkreis, Süd,
Archäologischer Wanderführer Thüringen Heft 12,
2010,
Wartburgkreis, Süd. (Seite: 35-38)
GVK
Enthaltene Objekte (1):
Titel:
Altbergbau
Bereitstellende Institution:
Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens
Datierung(en):
Mittelalter und Neuzeit
Notiz:
Am Lieteberg -" von der Ortsverbindungsstraße Kupfersuhl-Etterwinden leicht erreichbar -" sind mehr als 20 bis zu 5 m tiefe Pingen (Bodenvertiefungen in Folge des Bergbaus) zu finden, die zu verschütteten ehemaligen Luft- und Förderschächten gehören. Die Seitenwände einiger Pingen rutschen auch heute noch nach und lassen auf das Fortbestehen der untertägigen Anlagen schließen. Von den verbrochenen Stolleneingängen ist insbesondere ein recht tief gelegenes beachtenswert, aus dem ständig Wasser austritt. Vermutlich hatte man mit diesem Stollen das Revier unterfahren und damit das Wasser von den Förderstrecken abgezogen. Weiter südlich bei Kupfersuhl am Kalkrain, Rengelborn, Grundrain und an der Wolfsheule in Richtung Möhra befinden sich weitere Reviere des Kupferschieferbergbaus, stets an Pingen, Schieferhalden und alten Stolleneingängen erkennbar. Am nördlichen Ortsrand von Kupfersuhl ist der Damm zum Abriegeln eines großen Wasserspeichers aus der Bergbauzeit gut erhalten.
Beschreibung
In der Landschaft von Kupfersuhl bis Eckardtshausen und Wolfsburg-Unkeroda entstanden zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert zahlreiche kleine Bergwerke, die Kupferschiefer und z. T. auch das Sanderz des Zechsteins förderten. Viele Akten in den Staatsarchiven dokumentieren, dass dieser Bergbau mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte und zeitweise völlig zum Erliegen kam. Dennoch stellte er für Teile der ortsansässigen Bevölkerung eine Möglichkeit zur Existenzsicherung dar und trug zur Entwicklung der Gemeinden bei. Ein Erhalt der noch vorhandenen Bergbaurelikte liegt, verbunden mit der notwendigen Hohlraumsicherung zur Gefahrenvermeidung, im Interesse der lokalen Geschichtserkenntnis gegenwärtiger und künftiger Generationen. Die geförderten Erze mussten nicht weit transportiert werden, bestand doch neben der Straße Kupfersuhl-Ettenhausen eine Schmelzhütte, von der heute allerdings nur noch neben dem Bachlauf der Suhl ein ebener Platz mit Schlackenresten zeugt. Geschichte und Funktionsweise dieser 1686 erstmalig erwähnten Kupferhütte sind durch Akten gut dokumentiert.
Karte
Administrative Angaben
In Portal übernommen am:
2025-02-20T08:19:19+01:00
Feedback - Kommentar
Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer,
um die Qualität unseres Portals ständig zu verbessern, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Sollten Sie Fehler in den Datensätzen entdecken (z.B. Rechtschreibung, Zahlendreher etc.) oder sonstige Probleme mit der Anzeige der Dokumente haben, zögern Sie bitte nicht, uns dies mitzuteilen. Dazu können Sie das nebenstehende Kontakt-Formular verwenden. Ihre Daten werden sicher durch ein SSL-Zertifikat übertragen. Sollten Sie weitere Fragen zum Datenschutz haben, klicken sie bitte hier: Informationen zum Datenschutz
um die Qualität unseres Portals ständig zu verbessern, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Sollten Sie Fehler in den Datensätzen entdecken (z.B. Rechtschreibung, Zahlendreher etc.) oder sonstige Probleme mit der Anzeige der Dokumente haben, zögern Sie bitte nicht, uns dies mitzuteilen. Dazu können Sie das nebenstehende Kontakt-Formular verwenden. Ihre Daten werden sicher durch ein SSL-Zertifikat übertragen. Sollten Sie weitere Fragen zum Datenschutz haben, klicken sie bitte hier: Informationen zum Datenschutz
