Sondershausen, Wüstung Husen/Margareten-Kirchhof
Titel:
Sondershausen, Wüstung Husen/Margareten-Kirchhof
Fundort:
Sondershausen
Gemeinde:
Sondershausen
Landkreis:
Kyffhäuserkreis (Landkreis)
Koordinaten:
10.82546, 51.34271 (ö.L/n.B, WGS84, Dezimalgrad)
Datierung(en):
Klassifikation:
Literatur:
Ostritz, Sven
, :
Speitel, Eva
, :
Engler, Petra
, :
Mädel, Marvin
:
Kyffhäuserkreis,
Archäologischer Wanderführer Thüringen Heft 13,
2012,
Kyffhäuserkreis. (Seite: 36-37)
GVK
Zschiesche, Paul
:
vorgeschichtlichen Burgen und Wälle auf der Hainleite,
Vorgeschichtliche Alterthümer der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete ; Abth. 1, H. 11: Die vorgeschichtlichen Burgen und Wälle in Thüringen: Die vorgeschichtlichen Burgen und Wälle auf der Hainleite,
1892,
Zschiesche, Paul: Die @vorgeschichtlichen Burgen und Wälle auf der Hainleite. (Seite: 13)
GVK
Enthaltene Objekte (1):
Titel:
Wüstung
Bereitstellende Institution:
Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens
Datierung(en):
Mittelalter und Neuzeit
Notiz:
Husen war in eine Wallanlage eingebunden, deren zentraler Bereich von einer 136 m langen, in Nord-Süd-Richtung verlaufenden und dann jeweils nach Westen rechtwinklig abknickenden Mauer von 1,70 bis 2,20 m Stärke umschlossen wurde. Diese hatte man abschnittsweise aus unterschiedlichen Steinen errichtet.
Beschreibung
Die auf dem Hang der "Hohen Buche" befindliche Wüstung Husen wird auch Margareten-Kirchhof genannt, da unweit westlich die den Bebra-Bach speisende Quelle "Margareten-Brunnen" entspringt. Es handelt sich wohl um einen im Zuge des Landesausbaus der ottonischen Herrscher angelegten Reichshof. Urkundlich erst im Jahr 1128 als "vicus husen" erwähnt, brachten Grabungen von 2004 bis 2006 ein höheres Alter der Siedlung zu Tage. Vielleicht waren hier einst umliegende Dorfgemeinschaften zur Arbeitsleistung und zur Bereitstellung des Baumaterials verpflichtet worden. Die Freilegung zweier in den Boden eingetiefter Webhäuser lieferte einen Hinweis auf die regionale Bedeutung Husens zu Beginn des Hochmittelalters: Die Werkstätten müssen im Zusammenhang mit einem klösterlichen oder königlichen Wirtschaftshof gesehen werden, der auch Tuche herstellte. Möglicherweise bestand eine Verbindung zum nahegelegenen Kloster Jechaburg, dessen Gründung Willigis, dem Bischof-Kanzler Ottos II. in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts, zugeschrieben wird.
Karte
Administrative Angaben
In Portal übernommen am:
2025-02-20T08:18:06+01:00
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