Albrechts, Kapelle "St. Anne"
Titel:
Albrechts, Kapelle "St. Anne"
Fundort:
Albrechts (Ortsteil)
Gemeinde:
Albrechts (Ortsteil)
Landkreis:
Suhl
Koordinaten:
10.649585, 50.608283 (ö.L/n.B, WGS84, Dezimalgrad)
Datierung(en):
Klassifikation:
Literatur:
Ostritz, Sven
:
Stadt Suhl,
Archäologischer Wanderführer Thüringen Heft 3,
2004,
Stadt Suhl. (Seite: 50-53)
GVK
Enthaltene Objekte (1):
Titel:
Kapelle
Bereitstellende Institution:
Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens
Datierung(en):
Mittelalter und Neuzeit
Notiz:
Die Nordost-Südwest orientierte Kapelle aus Sandstein-Schalenmauerwerk ist eine rechteckige Kirche mit polygonalem Chorabschluss. Die größte Länge beträgt 18,10 m und die größte Breite 12,20 m. Die sichtbaren Mauern sind 1,05 m breit. Teile des Chores waren durch einen vorbeiführenden Hohlweg gestört. Die Eckverbände sowie die Eingangsbereiche an Nord- und Südseite bestanden aus behauenen Werksteinen, die zum Teil sekundär verwendet wurden. Im Inneren der Kirche waren keine Fußböden nachweisbar. Die meisten Fundgegenstände wie Keramikfragmente, Münzen, Metallreste und Glas lagen außerhalb. Außerdem konnte im Kircheninneren das Fundament eines kleineren Gebäudes ergraben werden. Es ist 4,50 x 6,20 m groß. Das recht schmale Fundament von 0,30 m weist darauf hin, dass der Oberbau aus Fachwerk bestanden hat. Der Boden war mit Sandsteinplatten ausgelegt. Der Eingang befand sich wohl auf der Schmalseite im Westen. Im Fundmaterial waren auffallend viele Glasreste, die für ein Fenster im östlichen Bereich sprechen. Bei diesem Gebäude könnte es sich um ein Bethaus handeln. Es wurde wohl nach dem Abbruch der Kapelle erbaut. Das Fehlen von Brandschutt und Holzkohle spricht dafür, dass beide Gebäude abgetragen worden sind. Das Fundmaterial datiert beide kirchliche Bauten in das 14. bis 16. Jahrhundert.
Beschreibung
Der Neubau der Bundesautobahn A 71 erforderte 1996/97 die archäologische Untersuchung einer mittelalterlichen Kapelle unweit von Albrechts. Bis vor wenigen Jahren war der Standort dieser in der Literatur nur selten erwähnten Kapelle unbekannt. Um 1700 wurde sie als wüst" beschrieben. Das Fundmaterial datiert die Kapelle und das zugehörige Bethaus in das 14. bis 16. Jahrhundert. Das Annenpatrozinium weist auf die Verehrung der Heiligen Anna durch Bergleute hin. Nördlich der Kirche wurde ein Weg bestehend aus Pflastersteinen und dünnen Fichtenstangen freigelegt, dessen Zugehörigkeit zur Kapelle fraglich erscheint. Im Jahre 1997 wurden die Fundamentreste rekonstruiert und 2002 ein über die Kapelle führender Wanderweg neu gestaltet.
Karte
Administrative Angaben
In Portal übernommen am:
2025-02-20T08:13:35+01:00
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