Dietzhausen, Schmeheimer Berg, Hügelgräberfeld
Titel:
Dietzhausen, Schmeheimer Berg, Hügelgräberfeld
Fundort:
Dietzhausen (Ortsteil)
Gemeinde:
Dietzhausen (Ortsteil)
Landkreis:
Suhl
Koordinaten:
10.590826, 50.586577 (ö.L/n.B, WGS84, Dezimalgrad)
Datierung(en):
Klassifikation:
Literatur:
Ostritz, Sven
:
Stadt Suhl,
Archäologischer Wanderführer Thüringen Heft 3,
2004,
Stadt Suhl. (Seite: 27-31)
GVK
Enthaltene Objekte (1):
Titel:
Hügelgräberfeld
Bereitstellende Institution:
Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens
Datierung(en):
Bronzezeit
Notiz:
Die Hügel weisen einen Durchmesser von ca. 8 bis 13 m auf. Sie wurden bis zu 3 m hoch aufgeschüttet und sind heute oberirdisch als Bodendenkmal gut sichtbar. Die meisten Bestattungen enthalten im Zentrum ein Primärgrab, das mit einer Steinabdeckung bzw. einem inneren Steinkranz versehen ist. Eine äußere Steinsetzung begrenzt den aus Sand und Erdmaterial aufgeschütteten Hügel. Zur Bestattung wurden Holzsärge oder Totenbretter verwendet. Manchmal stand der Sarg auf einer Stein- oder Sandunterlage. Die Toten wurden in gestreckter Rückenlage mit unterschiedlich reicher Schmuck- und Waffenausstattung sowie in voller Kleidung beigesetzt. Viele Hügel enthalten Nachbestattungen. Der mit 13 m Durchmesser und einst über 3 m Höhe größte Hügel (Nr. 9) enthielt im Zentrum eine ovale Steinpackung von 2 x 3 m, die wahrscheinlich mit einem Holzeinbau versehen war. Abgesehen von einem Stück Rötel und wenigen Gefäßfragmenten als Beigabe fehlte jeder Hinweis einer Bestattung. Hügel 13 erwies sich als Doppelbestattung. Dabei war ein älterer Hügel durch einen jüngeren überbaut und dadurch teilweise zerstört worden. Der ältere Hügel besaß einen Durchmesser von ca. 9 m. Das Zentrum enthielt eine fast 5 m lange und 2,50 m breite Steinpackung aus zum Teil sehr großen Blöcken und Platten. Außerdem ergab sich ein Hinweis auf Holzeinbauten. Die Bestattung hatte zahlreiche Beigaben, so u.a. zwei Doppelradnadeln, zwei Armringe, einen goldenen Schleifenring, Spiralröllchen sowie eine Bernsteinperle. Außerdem fanden sich zahlreiche Textilreste, aus denen sich ein Streifenmuster aus Wolle rekonstruieren ließ. Nach Ausweis der Beigaben wurde hier eine Frau beigesetzt. In dem erheblich größeren jüngeren Hügel (Durchmesser 14 m) waren wahrscheinlich Mann und Frau bestattet worden. Dieser Hügel hatte ebenfalls einen stark gestörten Steinkranz. Von den relativ wenigen Beigaben sind besonders ein Dolch mit trapezförmiger Griffplatte und zwei Armringe interessant.
Beschreibung
Auf dem Schmeheimer Berg erstreckt sich eine Grabhügelgruppe der mittleren Bronzezeit, die sich aus über 20 Hügeln entlang der Straße Schmeheim-Dietzhausen zusammensetzt. Zu diesem Fundplatz gehören noch drei weitere Grabhügel, die etwa 400 m östlich davon liegen. In den Jahren 1961 und 1967/68 wurden fünf dieser Hügel archäologisch untersucht, vier davon vollständig. Die Grabungen erbrachten neue Erkenntnisse zum Grabaufbau und zur Ausstattung der Gräber. Anhand von Pollenuntersuchungen konnte ein Bild vom Wald der mittleren Bronzezeit gewonnen werden. Durch Aufforstung wird versucht, den bronzezeitlichen Mischwald (Eiche, Buche, Kiefer, Haselnuss) wieder herzustellen. Das Gräberfeld ist die dritte Station des archäologischen Wanderweges. Hier befinden sich zwei Erläuterungstafeln mit Vermessungsplan. Außerdem blieben bei einem Hügel (Nr. 13) die freigelegten Steinkränze bis heute erhalten und können besichtigt werden. Zwei Hügel wurden rekonstruiert.
Karte
Administrative Angaben
In Portal übernommen am:
2025-02-20T08:13:26+01:00
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