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Das Mundloch des Stollens „Hirschzunge“.
Das Mundloch des Stollens „Hirschzunge“.
Rechteinhaber: TLDA Weimar

Goldlauter, Pochwerksgrund, Bergwerk „Hirschzunge“

Weitere Abbildungen

Beschreibung

Das Bergwerk „Hirschzunge“ ist die nördlichste Grube des Reviers, die auf dem Bergbauwanderweg im Pochwerksgrund präsentiert wird. Zwei Mundlochrekonstruktionen wurden am Hauptstollen und am oberhalb gelegenen Wetterstollen errichtet. Auf Lehrtafeln erhalten die Besucher Informationen zur Bergbau- und Geologiegeschichte. Für die paläontologische Forschung waren die Bergwerke am Oberlauf der Goldenen Lauter von besonderer Bedeutung, wurden hier doch die ersten Funde von Fossilien, insbesondere von Fischen, gemacht. Die immer präzisere Auswertung der erdgeschichtlichen Befunde führte schließlich dazu, die hiesige Gesteinsabfolge wegen ihrer einzigartigen Ausbildung mit dem Namen „Goldlauter-Formation“ zu bezeichnen. Die erzführenden Tonschiefer erhielten auf Grund der zahlreich zu findenden Relikte eines Süßwasserhais den Namen Acanthodes-Schichten. Die fossilen Kotballen der Haie („Koprolithen“) und andere Fischreste bildeten den Kristallisationskern bei der Ausfällung der Erznieren.
Die „Hirschzunge“ gehört zusammen mit dem gegenüber liegenden Bergwerk des (oberen) „St. Jacob“ zu den ältesten nachweisbaren Grubenanlagen. Der früheste Aktennachweis stammt von 1519. Die letzte Betriebsperiode begann um 1860 durch ein Berliner Unternehmen, war jedoch wenig erfolgreich. Auf der Suche nach einheimischen Metallvorräten wurde in DDR-Zeiten dann nochmals eine aufwändige Rohstoffprospektion betrieben.

Zugehörige Befunde

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