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Blick in den Pochwerksgrund.
Blick in den Pochwerksgrund.
Rechteinhaber: TLDA Weimar

Goldlauter, Pochwerksgrund, „Tiefer Stollen St. Jacob“

Weitere Abbildungen

Beschreibung

Anders als bei den Bergwerken an Domberg, Sauerberg und Döllberg waren im Tal der Goldenen Lauter nicht die hydrothermalen Roteisenerze, sondern sedimentär entstandene Kupfer- und Silbererze das Ziel der Bergbautreibenden. Im Bodenschlamm eines vor etwa 295 Millionen Jahren existierenden Süßwassersees bildeten sich während dessen Verfestigung diese Metallanreicherungen, gebunden an Schwefel- und Arsenverbindungen. Die Erzknollen (wegen ihrer Form „Erznieren“ genannt) wurden untertägig von den Bergknappen aus dem „Flöz“ (einem geringmächtigen, weichen Schieferton) herausgelöst und der Verhüttung zugeführt. Zuvor mussten sie noch aufbereitet werden. Die Zerkleinerung erfolgte in Pochwerken, weshalb der Oberlauf der Goldenen Lauter seinen Zweitnamen Pochwerksgrund erhielt. Nach einer Schweretrennung von Erz und taubem Gestein auf Waschherden wurde der Erzschlich an die Schmelzwerke geliefert.
Seit 1998 existiert im Pochwerksgrund ein Bergbauwanderweg, der ausführlich die hiesige Bergbauentwicklung darstellt. An zwei Stellen konnten untertägige Anlagen wieder geöffnet werden und stehen in Abstimmung mit der Ortsteilverwaltung zur Besichtigung zur Verfügung.

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