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Einer von vier Schlusssteinen aus der Bartholomäuskirche. Er zeigt, dass die Kirche ein Deckengewölbe besessen hat.
Einer von vier Schlusssteinen aus der Bartholomäuskirche. Er zeigt, dass die Kirche ein Deckengewölbe besessen hat.
Rechteinhaber: TLDA Weimar

Erfurt, Anger 53, Bartholomäusturm

Weitere Abbildungen

Beschreibung

Von der Bartholomäuskirche, die 1182 zum ersten Mal erwähnt wurde, steht heute nur noch der Turm. Die Kapelle im Chor diente den Grafen von Gleichen, den Besitzern des Hauses „zum Steinsee“ auf der gegenüberliegenden Gassenseite zur Andacht. Die Wohnbebauung begann erst im 12. Jahrhundert, der Friedhof wurde bis ins 18. Jahrhundert genutzt. Zu Beginn des 18. Jh. wurden die letzten Reste des Kirchenschiffes abgetragen, danach zwei Wohnhäuser errichtet.

Bei den Grabungen im Winter 2004/05 wurde hauptsächlich der Hinterhofbereich untersucht, da dort ein Keller neu errichtet werden sollte. Bei diesen Baumaßnahmen konnte die Nordwand der Kirche dokumentiert werden. Aus den Wänden der Wohnhäuser und aus dem aufgefüllten Erdmaterial vor allem im Gebäude wurden mehrere Bauteile der Kirche geborgen: große Schlusssteine, ein Skulpturenbruchstück mit erhaltener Farbfassung und mehrere Fragmente von Fenstergewänden. Seit Beendigung der Renovierungs- und Baumaßnahmen zeigt eine Ausstellung im Erdgeschoss des Turms die wichtigsten Grabungsergebnisse und einen Teil der Funde. Zugänglich ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Geschäftes im Erdgeschoss.

Zugehörige Befunde

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